Gemeinschaftskonto

Was ist ein Gemeinschaftskonto?

Die erste gemeinsame Wohnung. Endlich! Am Anfang ist alles noch ganz einfach. Man richtet gemeinsam die Wohnung ein, kauft gemeinsam Sachen und achtet nur beiläufig auf die entstehenden Kosten. Dann kommt die erste Mietzahlung. Der Internetzugang muss bezahlt werden und die GEZ-Gebühren werden fällig. Außerdem brauchen Fernseher, Computer und die Küchengeräte Strom und der kostet auch Geld.

In einer gemeinsamen Wohnung hat man viele Kosten, die von beiden Bewohnern verursacht werden. Was macht man am besten mit diesen Kosten? Einfach durch zwei teilen? Einer zahlt und der andere überweist dann die Hälfte auf das Konto? Jeden Monat neu? Und jeden Monat ein anderer Betrag, weil es ja auch variable Kosten gibt, wenn man den Kühlschrank füllt oder doch mal eine neue Waschmaschine, einen Geschirrspüler oder einen Wäschetrockner gekauft hat, um den Lebensalltag zu vereinfachen?

Die Lösung ist ganz einfach: Man legt ein gemeinsames Konto, ein so genanntes Gemeinschaftskonto bei einer Direktbank an. Dieses Girokonto wird als drittes Konto geführt. Beide Kontoteilhaber behalten dabei ihr bestehendes Konto bei der Hausbank oder bei der Sparkasse und können so die eigenen Ausgaben getrennt von den gemeinsamen Kosten verwalten.

Der Vorteil: Alle gemeinsamen Kosten werden vom Gemeinschaftskonto aus bezahlt. Dazu zahlen beide Kontoteilhaber jeden Monat einen festgelegten Betrag ein. Die Höhe sollte natürlich immer über den monatlich gemeinsamen Ausgaben liegen. Dazu rechnet man alle monatlichen Kosten zusammen und bildet einen Durchschnitt, der jeden Monat anfällt. Auf diesen Durchschnitt schlägt man noch einen variablen Betrag auf. Wenn man ein paar Wochen und Monate zusammenlebt, bekommt man einen ganz guten Überblick, wie hoch die gemeinsamen Ausgaben monatlich sind.

Ob man diesen Durchschnitt nun genau zur Hälfte teilt oder ob man eine andere Verteilung vornimmt, bleibt jedem selbst überlassen. Man könnte zum Beispiel das Gehalt als Aufteilung verwenden. Wenn der eine mehr verdient, dann kann man die Gehälter zusammenrechnen und den Anteil des Mehrverdieners ausrechnen. Die Aufteilung kann dann zum Beispiel 60% zu 40% ausfallen - gerecht wäre es, wenn man die gemeinsamen Kosten nach diesem Schlüssel aufteilt.

Oder man macht bei dem, der monatlich mehr verbraucht (Nahrungsmittel, Strom, Internetnutzung, etc.) einen kleinen Aufschlag.

Wenn nach Zahlung aller monatlichen Kosten jeden Monat noch etwas auf dem Gemeinschaftskonto übrigbleibt, kann man den Restbetrag einfach aufsparen und dann, wenn ein größerer Betrag zusammengekommen ist, eine gemeinsame Anschaffung "außerhalb der Reihe" machen. Oder man spart auf einen gemeinsamen Urlaub. Wichtig ist, dass die monatlichen Kosten gedeckt sind. Alles, was übrigbleibt, ist die gemeinsame Ersparnis.

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